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Individuelle Alimak-Hek-Bühne hebt Stahlträger ein
In Stuttgart wächst mit der so genannten EnBW City eines der größten Immobilienbauprojekte in Baden-Württemberg in den Himmel. Die freitragende Stahlkonstruktion eines Atriums stellte sich dabei als Herausforderung dar, die mit Hilfe einer Alimak-Hek-Bühne gemeistert wurde.
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG fasst am neuen Verwaltungsstandort auf einem Areal von rund 35.000 m² einen Großteil ihrer bisher über Stuttgart verteilten Konzerngesellschaften zusammen und schafft in drei Büroriegeln mit je sechs Etagen Raum für ca. 2.000 Beschäftigte.
Als Bauträger wurde die BAM Deutschland beauftragt, eine Tochtergesellschaft der Royal BAM Group NV, Niederlande. Die EnBW stellt an das Projekt EnBW City den hohen Anspruch, Energie effektiv und umweltschonend zu nutzen. Dazu greift der Energieversorger auf fortschrittliche Techniken wie Erdwärmenutzung zurück, mit der sogar die strikten Vorschriften der Energiesparverordnung unterschritten werden können.
Auch optisch soll der Komplex die verschiedenen Alternativen in der umweltfreundlichen Energiegewinnung demonstrieren. So werden diverse Brunnen und eine Wasserwand, im Wind mitschwingende Lichtmasten sowie ein licht durchflutetes Atrium die Möglichkeiten regenerativer Energiequellen visualisieren.
Die als freitragend geplante Stahlkonstruktion dieses Atriums stellte sich im Verlauf des Projekts als Herausforderung dar. So mussten zwei 9,0 bzw. 15,0 m lange Stahlträger als Ausgangspunkte der Stahlkonstruktion zuerst hinter drei bestehende Pfeiler und danach unter die Decke gebracht werden. Und da für diese Arbeit an dem weitgehend fertig gestellten Rohbau nicht mit Kranen von oben gearbeitet werden konnte, blieb als logische Alternative, die drei und fünf Tonnen schweren Stahlträger von unten zu bewegen, schildert ein Vertreter der BAM die Aufgabe. Um diesen Kraftakt zu stemmen, beauftragte die BAM Deutschland die Höhenzugangsspezialisten von Alimak Hek.
Damit die beiden Stahlträger zügig in die jeweils vorgesehene Endposition gebracht werden konnten, kamen zwei mastgeführten Kletterbühnen vom Typ MSHF zum Einsatz. Aus Gründen der baulichen Anforderungen des Gebäudes wurde eine der Kletterbühnen ebenerdig aufgebaut, die zweite auf einem Übergang vier Meter über dem Boden. Zwei Krane beförderten zuerst den größeren der beiden Stahlträger auf seine erste Zwischenstation. In vier Metern Höhe wartete auf dem erwähnten Übergang eine Konstruktion, die als "Zwischenablage" für den Träger fungierte.
Nachdem der Stahlträger auf den Verfahrwagen sicher verzurrt war, ging es an den eigentlichen Hub unter die Decke. Die beiden Mastkletterbühnen mit der bekannten Zahnstangen-Ritzel-Technologie von Alimak Hek leisteten ganze Arbeit und schon nach kurzer Zeit konnte der erste Träger mit hochfesten Gewindestangen befestigt werden. In einem zweiten Schritt wurde der weitere, etwas kleinere Stahlträger um 90° versetzt zum ersten auf dieselbe Art unter die Decke montiert, was einen entsprechenden Umbau der beiden Mastkletterbühnen erforderte.
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