11.11.2009

Bell startet neue Evolutionsstufe bei Dumpern

Fotos: Bell/tb

Generations-Wechsel

Im Frühjahr dieses Jahres stellte Bell Equipment auf der Pariser Intermat seine neue Modellgeneration und das neue Dumper-Modell Bell B45D vor. Jetzt im Herbst gehen alle Neuerungen in Serie. Insbesondere die intern als "Mark-VI-Generation" bezeichnete Entwicklungsstufe der aktuellen Bell-D-Serie soll nach Hersteller-Angaben wichtige Verbesserungen in Verbesserungen und Produktivität bringen.

Fotos: Bell/tb

Rein äußerlich unterscheiden sich die Bell-Dumper der neuen Generation kaum von ihren erst 2008 eingeführten direkten Vorgängern: bestimmendes Merkmal ist weiterhin die rippenlose Mulde, die sich laut Bell mittlerweile im Betrieb quer durch alle Branchenanwendungen (Erdbau, Hartstein, etc.) bewährt hat. Die neue Entwicklungsstufe bringt vor allem Verbesserungen am Fahrer-Arbeitsplatz, elektronische Neuerungen und Fahrwerksoptionen, die der größeren Sicherheit, einfacheren Bedienung, geringerer Lärmbelastung und der Werterhaltung zugute kommen.

Umfangreich überarbeitet wurde das Bell-Fahrerhaus, das nach wie vor als Standardmodul auf allen sechs Serien-Dumpern von 23,2 bis 45,4 Tonnen Nutzlast sowie auf den diversen Bell-Sondermodellen eingesetzt wird. Eine neue Dachauskleidung und verbesserte Befestigungselemente reduzieren gemeinsam mit spezifisch platzierten Dämmungselementen maßgeblich die Geräuschbelastung. Mit modernen Akustik-Designmethoden wurden dabei auch einzelne, besonders störende Frequenzen und ihre Quellen identifiziert und beseitigt. Die Fahrgeräusche sind dadurch nicht nur absolut leiser (nach ISO-Geräuschmessungen), sondern auch deutlich angenehmer.

Im Cockpit wurden Anzeigen und Bedienung nach ergonomischen Gesichtspunkten optimiert. Das neue zentrale Tastenmodul ist die Schnittstelle zur erweiterten Bell-Fahrzeugelektronik, die entscheidende Betriebsverbesserungen bringt. So startet der Fahrer jetzt grundsätzlich schlüssellos über die Eingabe eines personifizierten Codes - wichtig im Sinne des Diebstahlschutzes und der Produktivitätsauswertung über das jetzt kostenfreie Standard-Paket der Bell-Satellitenüberwachung Fleetm@tic. Statt diverser Hebel vereint das staubgeschützt gekapselte Tastenmodul alle wichtigen Fahr- und Ladefunktionen. Dank des integrierten Haltegriffes und der praxisgerechten Anordnung aller Funktionstasten soll der Fahrer in allen Betriebssituationen jederzeit sicheren Halt haben. Die ergonomische Auslegung gilt auch für die Gangwahl und das Einlegen der Parkbremse: Bei Leerlauf wird automatisch die Parkbremse aktiviert, im Ladebetrieb unterstützt die bereits bekannte Bell-"I-Tip"-Funktion den Fahrer im schnellen Verlassen von Halde oder Vorbrecher.

Fotos: Bell/tb

Mit seinem neuen optionalen "Comfort-Ride"-Fahrwerk will Bell Equipment für seine vier Modelle ab 32,5 t Nutzlast (B35/40/45/50D) jetzt eine hoch wirtschaftliche Lösung für besseren Fahrkomfort und höhere Produktivität anbieten. Neben dem aus dem Top-Modell Bell B50D bekannten aktiven Front-Fahrwerk mit lastabhängiger Einstellung der Öl-Stickstoff-Dämpfer (weiterhin Serie bei B45D/B50D) zählt zum neuen "Comfort-Ride"-Paket eine neue Tandemschwinge am Muldenchassis. Die hinterste Achse besitzt einen zweistufigen Kautschuk-Sandwichblock, dessen unterschiedliche Härtegrade die Federungscharakteristik einfach und effizient an die tatsächliche Transportlast anpassen. Mit voller Elastizität bei Leerfahrten verringert das System spürbar Vibrationen und soll so höhere Umlaufgeschwingkeiten ermöglichen.

Der inzwischen in Produktion gegangene Bell B45D rangiert genau zwischen den Bell-Dumpern B40D (37,5 t, 22.4 m3) und dem Bell B50D (45,4 t, 28,2 m3). Entlang der modularen Bell-Produktionsphilosophie basiert er technisch weitgehend auf dem bekannten 50-Tonner, allerdings auf 29.5R25-EM-Standardbereifung und mit einem schwächer ausgelegten Mercedes-Benz-V8-Turbodiesel OM502LA (350 kW). Zu den wichtigsten Vorteilen zählt Bell die überlegenen Fahreigenschaften des breitspurigen B45D, seine hohen Sicherheitsreserven und die Ladefreundlichkeit der 25-m3-Mulde (Ladehöhe 3200 mm), die eine Einbindung in bestehende Geräteflotten problemlos ermöglicht.

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