Die Mischung macht's
Finanzieller Drittelmix für die Fahrzeug- und Gerätebeschaffung
Die finanziellen Ressourcen sind begrenzt, die Auftragslage vielfach unstetig und eine Glaskugel haben auch die wenigsten Unternehmer auf ihrem Schreibtisch stehen - die "richtigen" Entscheidungen für das eigene Unternehmen zu fällen, scheint schwieriger denn je. Zudem besteht heute in Zeiten überaus spitzer Bleistifte das überwiegende Tagesgeschäft in entsprechend kurzfristigen und wechselnden Aufträgen - da ist nicht nur eine flexible Mannschaft, sondern im Schwerlast- und Kranbereich, auch eine ebensolche Beschaffung von geeignetem Equipment gefragt. Dabei sollte die Zusammenstellung der Bausteine "Kaufen", "Miete" und "Leasen" auf die Besonderheiten des eigenen Betriebes abgestimmt werden.
Basis einer soliden Geschäftsführung stellt immer noch ein solider Sockel aus eigenen Fahrzeugen dar, die nicht nur die grundsätzliche Verfügbarkeit des Maschine-, Geräte- oder auch Fahrzeugparks für den Fall der Fälle sicherstellen soll. Die weiteren Beschaffungen werden heute mit dem Ziel maximaler Flexibilität bei optimierter Wirtschaftlichkeit hinzu gemietet oder auch geleast.
Zwar gilt heute im Nutzfahrzeugbereich die Faustformel vom Drittelmix für Kauf, Miete und Leasing der technischen Ausstattung, allerdings ist eine derartige Aufteilung im sehr viel breiter aufgestellten Kran- und Hebebereich nicht ganz so einfach darstellbar. Unterschiedliche Einsatzbereiche, Einsatzlängen, Betriebsgrößen, Unternehmens- und Branchenschwerpunkte erfordern eine individuelle Abstimmung der Zusammenstellung der Finanzierungsformen.
In Ergänzung zu eigenem Equipment bietet sich je nach erwartetem Auftragseingang besonders für mittlere Zeiträume das Leasing von notwendigen Maschinen und Fahrzeugen an. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Einer mehr oder weniger deutlichen Ausweitung des Geräteparkes steht die Schonung des Eigenkapitals gegenüber, wobei ein solides Leasing-Modell auch eine absolute Transparenz bei den Kosten verspricht.
Zu den schon traditionellen Formen einer Ausweitung der eigenen Maschinenkapazitäten gehört das Anmieten des benötigten Equipments. Hiermit lassen sich insbesondere die Spitzen des Alltagsgeschäftes abdecken, können kurzfristige Aufträge bearbeitet werden und ermöglichen somit durchaus trotz vergleichsweise hoher Raten eine Stärkung bestehender Kundenbindung - oder bildet bei einem Erstauftrag vielleicht sogar die Chance einer dauerhaften Geschäftsbeziehung.
Umgekehrt kann die Anmietung eines Fahrzeuges oder eines Arbeitsgerätes dank überaus flexibler Finanzierungsmodelle heute beispielsweise in einen Leasingvertrag überführt werden - wenn sich aus Sicht des Nutzers plötzlich eine längerfristige Perspektive für den Einsatz des angemieteten Produktes ergibt.
Ohnehin sind die Finanzmärkte heute durch eine hohe Flexibilität und ebensolche Kombinationsfähigkeit der einzelnen Offerten geprägt. Und wie im Privatleben auch, kann Interessenten nur empfohlen werden, sich umfassend zu informieren. Heißt, mehrere Anbieter anhand von zuvor erstellten Lastenheften oder Checklisten unter ausgesuchten Aspekten vergleichen. Und dabei ruhig auch mal alte Zöpfe abschneiden und neue Wege suchen.
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