21.01.2008

Mit dem Kran zur Bahn

Arbeit bis der Zug kommt: Der Kuli-Portalkran bei der Montage im Leipziger Hauptbahnhof

Kuli-Hebezeuge installiert Portalkran in Leipzig

Die Aufgabenstellung für den Remscheider Kran-Spezialisten Kuli-Hebezeuge war ebenso eindeutig wie schwierig. In einem Hallenbereich des Hauptbahnhofs Leipzig sollte ein Portalkran zur Versorgung zweier Tunnelbaustellen installiert werden. Der innerhalb der Kontur des Bahnhofs und der vorgegebenen Grubensituation zu installierende Kran sollte außerdem unterschiedlichste Baumaterialen mit angepasster Hubgeschwindigkeit verfahren. Vorgegebene Radlasten durften nicht überschritten werden, da die Kranbahn unmittelbar auf Spundwänden der Baugrube installiert wurde.

Der Portalkran wurde daraufhin in einhüftiger Ausführung gebaut, die es ermöglicht, lange Bauteile um die Stütze drehen zu können. Die Spannweite beträgt 22,5 Meter mit jeweils einem seitlichem Ausleger von 9,5 Metern und 2 Metern. So können Bauteile seitlich an der Baugrube aufgenommen, gedreht und in die Baugrube abgelassen werden.

Zwei Elektroseilzüge verrichten die Hebearbeit. Mit einem 16 Tonnen Hubwerk werden  – mit langsamer Hubgeschwindigkeit - Maschinen gehandelt. Ein weiteres 3,2 Tonnen Hubwerk dient zur Einbringung von Stahl – und Bewehrungsmaterialen und ist mit einer Hubgeschwindigkeit von bis zu 20 Metern pro Minute für den täglichen Umschlag konzipiert.

Alle Hubwerke sind mit Lastspektrometern ausgestattet, die neben den Angaben zur Betriebszeit (SWP) auch andere Parameter wie z.B. die Motortemperatur dokumentieren.
Frequenzumrichter in der Kranfahrt mit einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 50 Metern in der Minute sorgen für einen beruhigten und zügigen Transport der angehängten Last.
Die Steuerung wurde wartungsfreundlich auf den Kopfträgern positioniert, auf dem Kopfträger wurde ein Mitfahrpodest für den Bediener installiert.

Eine besonderes „Bonbon“ war die Anlieferung des ca. 35 Meter langen Katzträgers durch die Leipziger Innenstadt  bis zum Hauptbahnhof. Ein Spezialtransporter mit lenkbarem Nachläufer löste diese Aufgabe ohne, dass Ampeln oder Verkehrsschilder demontiert werden mussten. Zur Montage im Hauptbahnhof waren bis zu 3 Autokrane teilweise parallel in der beengten Baugrube im Einsatz.

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