Filigrane Baukonjunktur
Turmdrehkrane von Kammerlander
Mit einer Erfahrung von 30 Jahren hat Kammerlander nach dem Wechsel der Vermarktungsstrategie des bisherigen Kranlieferanten entschieden, Turmdrehkrane in eigener Fertigung zu produzieren und auch deutschlandweit bzw. in den angrenzenden Ländern zu vermarkten. Die eigenen, so genannten "ITK"-Krane können auf bereits bestehende Turmkombinationen und Basen montiert werden. Weil man im über 380 Krane umfassenden Mietpark über 164 Wolff-Krane verfügt, war es nach Aussage des Unternehmens naheliegend, die neuen Krane auf dieses bereits vorhandene Turmsystem auszurichten.
Da die bewährte Turmverbindung von Wolff frei von Markenrechten war, hat man konsequenterweise diese Verbindung auch für die neuen Turmelemente gewählt. Des Weiteren ist man nach eigenen Angaben in der Lage, durch die Verwendung einer reinen Winkelkonstruktion im Turmbereich ein sehr preisgünstiges Turmsystem anzubieten.
Besonderen Wert legt man auf die Elektronik. So arbeitet man einerseits, wie Wettbewerber auch, mit Frequenzrichtern, andererseits aber für den Kranbetrieb und dessen Sicherheitseinrichtungen auch mit einer unabhängigen Linie mit analogen End- und Sicherheitsschaltern.
Zu den Zielgruppen zählen natürlich insbesondere Bauunternehmungen, die im Hochbau, Brückenbau oder auch Sanierungsbau tätig sind. Die Vermarktung der Geräte erfolgt in Polen, Lettland, Litauen, Estland, Ukraine, Russland, Schweiz, Österreich, Ungarn, Türkei und weiteren Ländern. Die umfangreiche Zertifizierung für Russland liegt bereits vor, eine wichtige Forderung konnte übertroffen werden, die Ausrichtung der Elektrik, Elektronik und Statik von +50 Grad bis -25 Grad. Man selbst hat nach eigener Aussage eine Spannbreite von +50 Grad bis -50 Grad erreicht.
Den Service für Deutschland die Schweiz und Österreich übernimmt die Firma Kammerlander KML GmbH - in den anderen Ländern entsprechende Vertragshändler. Erklärtes Ziel ist es, alle vorhandenen Obendreher in den nächsten fünf Jahren durch die neuen "ITK"-Krane zu ersetzen. Dabei kommt es zu einer Bereinigung des Fuhrparkes, der bisher aus zehn verschiedenen Typen von 24 m bis 74 m Ausladung bestand und zukünftig nur noch über vier Grundmodelle verfügen soll: den "5412-6", "6012-6", "6612-8" und "7625-12".
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