16.12.2008

Grove GTK-1100-Tandemlift in Dillinger Hütte

Ein Fall für Zwei: In einem Tandemhub vollendeten die GTK von Wiesbauer und Breuer & Wasel die Montage eines Kamins in der Dillinger Hütte

Doppelter Einsatz

Gleich zwei Exemplare des neuen Grove-Krantypen GTK 1100 kamen im Herbst zum Einsatz, als es galt, gemeinsam ein Kamin-Segment im Saarland in der Dillinger Hütte einzuheben. So wurde neben dem Gerät von Wiesbauer auch ein weiteres Exemplar von Breuer & Wasel genutzt.

Für eine neue Werksanlage innerhalb der Dillinger Hütte, einem großen Stahlproduzenten, war auch die Errichtung eines neuen Kamins vorgesehen. Als Generalbauunternehmer verließ sich Stahlbau Schäfer nicht nur auf das Hebetechnik-Know-how von AKV Schirra Schuch, sondern auch auf das vergleichsweise neue Konzept der GTK-Maschinen. Bei dem jetzt erneut realisierten System, das schon einmal in den Siebzigern ebenfalls von Grove umgesetzt wurde, wird ein konventioneller Teleskop-Oberwagen im Prinzip auf einem (ebenfalls) teleskopierbaren Turm gesetzt. Eine Abspannung auf Höhe des Drehkranzes soll für die notwendige Stabilität des gesamten Systems sorgen.

"Kennengelernt haben wir den GTK 1100 bei einer Kundenpräsentation von Wiesbauer", erklärt Roman Schirra. "Wir haben damals recht schnell das Einsatzpotential des neuen Krans erkannt und das Gerät für den hier beschriebenen Einsatz reserviert. Die reduzierten Transportkosten, die Möglichkeit, den Kran auch bei schwierigen Platzverhältnissen zu errichten und die hohen Traglasten auch bei spektakulären Höhen haben den GTK 1100 schnell zum Favoriten für den Einsatz in der Dillinger Hütte werden lassen."

Der erste Einsatz vor einem Jahr: Schon bei ersten Planungen berücksichtigten die Konstrukteure die spätere Nutzung des GTK bei der WKA-Montage

Auch wenn der zu errichtende Schornstein durch einzelne, aufeinander zu setzende Elemente in die Höhe getrieben wurde, waren durch die beengten Platzverhältnisse und zahlreiche Rohrleitungen recht sorgfältige und umfangreiche Vorplanungen notwendig. Die überwiegende Anzahl der Hübe erfolgte mit dem GTK 1100 von Wiesbauer. Allerdings stellte man zum Abschluss der Planungen fest, dass der einzelne GTK beim letzten Segment mit der notwenigen Konfiguration nur eine Hubkapazität von 34 t besitzen würde - erforderlich wären jedoch 38 t. So entwickelten die zuständigen Ingenieure einen Plan, der neben dem Einsatz eines zweiten GTK zusätzlich auch noch eine zusätzliche Rollenhöhe von 1,7 m ermöglichen würde.

Direkt vor Ort ergaben sich dann aus dem Kaminsegment, dem Haken, den Anschlagmitteln und den Seilen ein Gesamtgewicht der maximalen Last von 41,6 t. Diese wurde in einem Radius von 12,0 m auf eine Höhe von 140,2 m gehoben. Insgesamt investiert die Dillinger Hütte in die Modernisierung der eigenen Produktionsanlagen eine Summe von rund 200 Mio. Euro. Diese beinhaltet nicht nur die Installation der modernsten Technik, sondern auch eine Vielzahl von Maßnahmen zum Umweltschutz. 2010 sollen die Arbeiten nach Angaben des Unternehmens abgeschlossen sein.

Weitere Artikel zum Thema Grove

Weitere Artikel zum Thema Wiesbauer

zurück nach oben
 
Tagesaktuell

Anmeldung

Im K&H-Club registrieren! Passwort vergessen?