Kran- und Hebetechnik Fachzeitschrift - Krane, Kranvermieter, Gebrauchtkrane, Baumaschinen, Stapler
06.10.2009

Konecranes modernisiert Portalkran

Foto: Konecranes

Neue Energie dank Modernisierung

Modernisierung und Umrüstung spielen im Lebenszyklus von Krananlagen eine zentrale Rolle. Zu neuer Energie verhalf Kranhersteller Konecranes einem Portalkran am Pumpspeicherkraftwerk Hohenwarte I. An der Hohenwartetalsperre betreibt Vattenfall Europe Generation das Pumpspeicherkraftwerk Hohenwarte I, das über zwei Turbinen 63 MW Energie erzeugt.Zur Wartung der beiden Turbinen dient ein Portalkran, der das Kraftwerkshaus, in dem sich die Turbinen befinden, wie ein Portal überspannt.

Der Kran läuft auf zwei parallelen Schienen, auf denen er sich mit seinen Stützen abstützt. Längs der Kranbrücke verfährt die Laufkatze mit den Hubwerken. Der 160 t Kran verfügt über zwei Haupthubwerke mit je 80 t und ein  Hilfshubwerk mit 10 t Tragfähigkeit. Die Besonderheit der Haupthubwerke ist ein zweiter Antrieb in der zweiten Getriebestufe zum Erreichen einer weiteren Hubgeschwindigkeit bei gleichzeitiger Traglastreduzierung auf 30 t. Um eine Überlast der Krananlage zu vermeiden, ist der Katzfahrbereich in verschiedene Lastbereiche eingeteilt. Bisher wurde das Kranfahrwerk über vier Elektromotoren angetrieben. Jedoch nagte an dem über 50jährigen Portalkran der Zahn der Zeit, und so entschied sich Vattenfall für eine Rundum-Modernisierung. Für den ersten Schritt, die Erneuerung der gesamten Elektronik, überzeugte das Modernisierungspaket von Konecranes. Die gesamte Elektrik inklusive der Verkabelung umgestellt. Außerdem erhielt der Portalkran zwei neue Haupthubwerke mit je zwei Antrieben mit 55 KW Leistung und integriertem Synchronlauf. So konnte laut dem Kranhersteller eine Geschwindigkeitserhöhung von 20 % erreicht werden. Darüber hinaus bekam der Kran ein neuen Katzfahrantrieb mit 11 KW Leistung und vier Kranfahrantriebe mit je 15 KW Leistung verpasst. Das Kranfahrwerk wurde mit einer Master-Slave-Funktion und separater Gleichlaufüberwachung ausgestattet. Das Konzept der Elektrik ermöglicht auch zukünftige elektrische Erweiterungen. Trotz wetterbedingter Verzögerungen durch anhaltenden Regen, konnte der vorgegebene Zeitplan eingehalten werden,  und der Kunde konnte den Kran für die Wartungsarbeiten wieder einsetzen. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten an der Talsperre Hohenwarte fortgesetzt werden und Hub- und Fahrwerke des Portalkrans mechanisch überarbeitet werden. Auch diesen Auftrag möchte Konecranes ausführen.


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