Erleichterung der Durchführung von Lasttest durch Wassergewichte
Krane leichter testen
Kran-Lasttests. Für die vorgeschriebenen Lasttestprogramme vor der Inbetriebnahme sowie für die jährlich wiederkehrenden Prüfungen/ Tests werden Prüfgewichte benötigt. Neben den Festgewichten können hier auch flexible Gewichte eingesetzt werden. So erbringt die Firma VFR Marine Safety GmbH aus Hamburg Lasttests mit Wassersäcken der schottischen Water Weights.
Gegenüber den Festgewichten zeigen die flexiblen Gewichte Vorteile bei Transport, Handling und Sicherheit. Entwickelt wurden die so genannten waterbags zur Erbringung von Lasttests auf Offshore-Anlagen in der Nordsee Ende der 70iger Jahre. Statt aufwendiger Transporte der Festgewichte per Frachtschiff, konnte die waterbags mit dem Hubschrauber zum Einsatzort geflogen werden. Möglich macht dieses das geringe Eigengewicht, das lediglich 1% ihres Maximalgewichtes im befüllten Zustand ausmacht.
Nach einem zuvor festgelegten „rigging-plan“ werden die Waterbags an einem Kran zur Aufhängung gebracht. Wobei an einem Anhängepunkt max. 5 x 35t gebracht werden können. Wird eine höhere Gesamtlast gefordert, sorgt eine Traverse/ Spreize für genügend Platz zur Hängung. Bei der Planung beachtet werden muss, dass die einzelnen Wassersäcke bei Maximallast 35t ca. 7m hoch mit einem Durchmesser von 4m sind. Nachdem Aufhängen, werden die sie mit Wasser gefüllt. Wann das erforderliche Gewicht erreicht ist, messen Lastzellen, die zwischen Kran und Gewichten gehängt werden. Nach dem Test wird das Wasser kontrolliert mit einer Reißleine wieder abgelassen. So lassen sich Lastfälle von 1 bis zu ca. 900 /1000 t simulieren. Dank der Möglichkeit die Füllmenge während der Tests zu variieren, können verschiedene Teststufen / Lastfälle geprüft werden, ohne dass die Gewichte zwischendurch abgeriggt werden müssen.
B. Hermann, Geschäftsführerin der VFR Marine Safety sieht waterbags als eine „geniale, einfache Erfindung“ und sagt: „Die Zeitersparnis und der Sicherheitsgewinn sind enorm. Es ist praktisch unmöglich, dass ein „waterbag“ unter Maximalbelastung zerreißt. Der Sicherheitsfaktor beträgt 6:1. Kommt es während eines Tests zu einer kritischen Situation werden die bags blitzschnell entleert und das Risiko, dass ein tatsächlicher Schaden entsteht, ist dadurch sehr gering.“ Hauptbetätigungsfeld des Unternehmens ist die Schifffahrtsindustrie und das Testen von Kranen an Bord von Schiffen oder in Häfen. „Innerhalb der letzten 9 Monate haben wir jedoch zunehmend Anfragen aus anderen Branchen erhalten Wir führen kleinere Tests mit einer Maximallast von ca. 50 to, aber auch sehr große Tests von 600-700 to durch. Unsere Erfahrung ist, dass immer mehr Kranhersteller und Kraneigner für das Testen von Kranen auf diese einfache, sichere und effiziente Technologie setzen“, so B. Hermann.
Archiv
Vermieten und Mieten
Anbaugeräte und Mehr
Anschlagtechnik & Ladungssicherung
Arbeitsbühnen
Baumaschinen
Finanzen
Funkfernsteuerungen
Hallen & Tore
Hebezeuge
Job-Reports
Krane
Produkt-News
Schulungen und Sicherheit
Schwerlastverkehr und Spezialtransporte
Spezialfahrzeuge
Stapler
Technik
Tipps & Trends
Unternehmen
Veranstaltungen & Messen
Werkstatt, Komponenten und Zubehör
Anmeldung
Achtung: Cookies müssen vom Browser beim Login akzeptiert werden.




