Mit Rückenwind zur Baustelle
BigMove transportiert WKA-Teile
Bis ein Windturm umweltfreundliche Energie liefert, müssen viele Zahnräder sauber ineinander gegriffen haben. Für die oft überdimensionalen Bauteile der einzelnen Anlagen ist die Spezialtransportbranche gefordert.
Die Partner der BigMove AG, einer europäischen Schwertransportkooperation, haben sich bereits vor zehn Jahren auf Transporte für die Windkraftindustrie spezialisiert. Mittlerweile wurden mehrere tausend Windtürme europaweit transportiert, zu Land und zu Wasser, so dass seit Mitte der 90er Jahre europaweit Windkraftanlagen vollständig in Transport und Logistik betreut werden.
Entstanden ist so ein europäisches Windkrafttransport-Netzwerk innerhalb der BigMove AG. Ein speziell auf die Windkraftindustrie angelegter Fuhrpark umfasst mittlerweile 110 Spezialauflieger sowie 60 Turmadapter. Das gesamte BigMove-Netzwerk besteht aus 15 Unternehmen - Dänen, Deutschen, Österreichern, Tschechen und bald auch einem italienischen Partner.
Innerhalb der Gruppe werden nach eigener Aussage jeweils projektbezogen regionales und internationales Know-how, Material und Personal bestmöglich zusammengestellt. beispiel: In Norddeutschland produzierte Komponenten müssen auf dänischen Spezialfahrzeugen über französische und spanische Straßen mit entsprechenden Sondergenehmigungen und Begleitfahrzeugen für portugiesische Windparks geliefert werden. Rentabel kann dies nur bewältigt werden, wenn Kommunikation und Abstimmung zwischen den einzelnen Transport-Beteiligten optimal funktionieren.
Das ist zugleich der Vorteil der BigMover aus Sicht der Windkraftindustrie, deren Margen in den letzten Jahren ebenfalls "straffer" geworden sind. Standorte zur Herstellung von Windkraftanlagen werden mittlerweile auch nicht selten ins Ausland verlagert, Standorte für den Betrieb der Anlagen sind inzwischen über ganz Europa verteilt. So gehen dann auch die so genannten Relationen, die Transportrouten kreuz und quer durch Europa, und müssen doch stets rentabel bleiben - und den Kriterien der Nachhaltigkeit natürlich so weit wie möglich entsprechen. Denn es geht ja schließlich um saubere Energie.
Hierfür wurde letztendlich ein Großteil der BigMove-Zugmaschinen auf den modernen Umweltstandard Euro 4 bzw. Euro 5 umgerüstet, der hinsichtlich der CO2-Emissionen um 50 Prozent umweltfreundlicher fährt als noch die Vorgänger-Motoren. So wurde nach dem Bestehen der entsprechenden Bewährungsprobe vor kurzem in Potsdam die erste serienreife Zugmaschine der "BigMove-Maschine", wie der 4-Achser inzwischen auch von Mercedes genannt wird, präsentiert, von der bis Ende 2009 35 Stück an BigMove geliefert werden sollen.
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