30.11.2009

Grundsätzlich positive Ertragssituation bei Schwertransporten in der Baubranche

Fotos: BigMove

Perspektiven mit Horizont

Wer in der Schwertransportbranche langfristig plant und beweglich bleibt, wer Marktanforderungen offen entgegensieht und diese im Kern berücksichtigt, der wird auch im zukünftigen europäischen Markt vorne mit dabei sein. Diese Perspektive vermittelt eine Zwischenbilanz der BigMove AG bei aktuellen Schwertransporten in der Baubranche.

Vereinfacht lässt sich feststellen, dass die Situation schwierig, letztendlich aber stabil ist. Im Vergleich zu 2008 sind schmerzhafte Rückgänge zu verzeichnen. In 2008 war die Marge nach Kooperationsangaben zwar schon schlecht, Auftragslage, Investitionsklima und Auslastung aber waren seinerzeit noch gut. Aktuell ist der Rückgang dort stark, wo neue Investitionsgüter der Baubranche, neue Baumaschinen, nun nicht zum Einsatz kommen. Wo jedoch das Umsetzen von Baumaschinen gefragt ist, lassen sich auch derzeit positive Tendenzen ausmachen - mit langfristigem Potenzial. Denn die Bauunternehmungen, die Sicherheiten zu bieten haben, erhalten auch Aufträge. Bauunternehmungen mit hoher Eigenkapitalquote profitieren also momentan vom Konjunkturpaket II, und somit auch mittelbar der entsprechende Schwertransport. Dass Bauunternehmer die Forderung nach Sicherheiten durchreichen, ist leider nachvollziehbar. Dies spricht momentan aber für Schwertransporteure mit hoher Eigenkapitalquote.

Als besonderes Plus für Schwertransporteure macht sich mittlerweile eine langfristige Investitionsplanung bezahlt. Und dies nicht nur in direktem Zusammenhang mit hohem Eigenkapital. Wer langfristig plant, hat im Wettbewerb die Nase vorn - auch bei den Banken. Als praktisches Beispiel für einen solchen Wettbewerbsvorteil lässt sich die Fahrzeugflotte des BigMove-Netzwerks anführen. Diese wurde in den letzten vier Jahren auf konzeptioneller Basis zusammen mit namhaften Herstellern wie Doll, MAN, Mercedes, Meusburger und Scheuerle realisiert. Hier wurde in guten Zeiten für harte Zeiten vorgearbeitet: Wendigkeit, Verhältnis Eigengewicht zu Nutzlast, kompatible Genehmigungen durch Produkt-Standardisierungen und flächendeckende Stationierung sind wesentliche Argumente, die Banken hinsichtlich langfristiger Geschäftsmodelle überzeugen. Derartiges Vorgehen ist in funktionierenden Netzwerken möglich, da nur dort das notwendige Spektrum an Branchen- und Markterfahrung gebündelt und kanalisiert werden kann. Und das honoriert nach Aussage der Kooperation auch die Baubranche.

Eine Erholung des Marktes sehen die BigMover frühestens in 2011, das Erreichen der Talsohle wird für 2010 vermutet. Denn bis dahin werden sich die Anbieter preislich weiterhin systematisch unterbieten. Deshalb mahnt BigMove-Aufsichtsrätin Christiane Giebel alle Marktteilnehmer eindringlich zur Vorsicht: "Unsere Kunden müssen im Bild sein, wie schwer das Geld im Spezialtransport zu verdienen ist. Dafür ist transparente Kundenkommunikation in sämtlichen Projektbereichen entscheidend, und nicht nur das ständige Drehen an der Preisschraube. Denn klare Kommunikation sensibilisiert den Kunden auch für die Unterschiede in Bezug auf Qualität und Sicherheit. Und genau dies sind die Wettbewerbsvorteile, auf die wir setzen. Wenn wir als europäisches Netzwerk das hochwertige "made in Germany"-Image von BigMove durchgängig leben und konsequent weiter durch Europa tragen, dann wird sich dies auch weiterhin positiv auf unsere Marktposition und entsprechend auf unsere Auslastung auswirken. Das ist unsere Zukunft."

Die Berechtigung zu diesem Imageanspruch resultiert eben aus den umfassenden Investitionen der BigMove-Partner in eine innovative Fahrzeugflotte, um so mit optimierter Technik und Qualität Billiganbietern entgegenzutreten. "Wildwuchs", wie es die Kooperation formuliert, "ist folglich nur dadurch zu überkommen, dass man sauber aufgestellt ist." Dann werden auch die mittlerweile verschärften Kontrollen durch mobile Waagen letztlich zu einem Vorteil für Qualitätsanbieter. Und da die Baubranche sich ebenso durch Qualität vom Wettbewerb differenzieren muss, bleibt auch Qualität im Schwertransport weiterhin gefragt.

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