Fahrt ins Grüne
Kübler transportiert Trafo in schwierigem Terrain
K&H, 05.01.2007. Das Unternehmen Scholpp Kran und Transport erhielt kürzlich den Auftrag, einen neuen Trafo mit einem Gewicht von 75 t ins Umspannwerk Obertsrot zu bringen und den Alttrafo mit einer Eigenmasse von 51 t zum Wiederverwerter zu transportieren. Die besondere Herausforderung: Der Transport mit dem schweren Equipment musste über enge Waldwege erfolgen. In einem ersten Schritt wurde der Alttrafo vom Fundament auf den 7 Achs-Plateau Tieflader gezogen. Eine große Herausforderung stellte ... (Foto: Kübler)
Fahrt ins Grüne
Kübler transportiert Trafo in schwierigem Terrain
K&H, 05.01.2007. Das Unternehmen Scholpp Kran und Transport erhielt kürzlich den Auftrag, einen neuen Trafo mit einem Gewicht von 75 t ins Umspannwerk Obertsrot zu bringen und den Alttrafo mit einer Eigenmasse von 51 t zum Wiederverwerter zu transportieren. Die besondere Herausforderung: Der Transport mit dem schweren Equipment musste über enge Waldwege erfolgen.
In einem ersten Schritt wurde der Alttrafo vom Fundament auf den 7 Achs-Plateau Tieflader gezogen. Eine große Herausforderung stellten hier die beengten Verhältnisse im Umspannwerk dar. Nach Sicherung der Ladung und Einstellen der Fahrhöhe wurde nun in sorgfältiger Rangierarbeit das Nadelöhr im beladenen Zustand wieder verlassen.
Maximale Lenk- und Tragfähigkeit gefragt
Dank der ausgesprochen guten Lenkeigenschaft der Schwerlastmodule stellte nach Aussage von Kübler für die eingespielten Spezialisten Frieder Saam, Thomas Reihle und Micha Weber keine Waldpassage ein wirkliches Problem dar. Die Stabilität des 7-Achs-Plateau-Tiefladers bot nach Aussage der Schwerlastspezialisten ideale Vorraussetzungen für einen sicheren Transport der schweren Last. Im Schneckentempo ging es mit steilen Abhängen und engen Kurven durch den Wald. Am Umschlagsplatz angekommen wurde der alte Trafo abgesetzt und der neue, 155 t schwere Trafo von einem Scholpp-Mobilkran, einem Liebherr LTM 1300, erneut verladen.
Der teilweise nur geschotterte Waldweg führte vom tief eingeschnittenen Talkessel in 15 %iger Steigung zum Umspannwerk. Dabei passte der überschwere Zug mit einer Gesamtleistung von 1.200 PS, wie die vorab gemachte Streckenerkundung ergab, exakt durch alle Engstellen. Insbesondere in dem dicht bewachsenen Waldstück und an den steilen Abhängen mussten Fahrer und Einweiser genauste Rangiermanöver vollbringen. Die Steigungen bzw. Gefällstrecken konnten nur mit Einsatz einer Schubmaschine, einem Actros 4160 Titan, bewältigt werden.
Millimeterarbeit
Rund eine halbe Stunde später, so die vorherige Berechnung der Fachleute von Kübler, traf das Schwerlastgespann im Umspannwerk ein. Hier bot das Einfahrtstor mit einem seitlichen Freiraum im Millimeterbereich beim Passieren für den Transport eine erneute Herausforderung. In endgültiger Position angekommen, wurde der neue Trafo nun wieder auf das freie Fundament gezogen - und der sprichwörtliche Ausflug ins Grüne erfolgreich abgeschlossen. (Foto: Kübler)
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