10.06.2010

Marktübersicht Transportfahrzeuge für WKA-Komponenten

Eine Branche bewegt Flügel

Sie sind sprichwörtlich unübersehbar und im derzeitigen Transportmarkt fast wie der berühmte Fels in der Brandung - wenn auch zunehmend eine gewisse Sättigung festzustellen ist: Die unzähligen Transporte von Komponenten für Windkraftanlagen. Eine ganz besondere Rolle spielt einmal die Fahrzeugtechnik, die trotz des begrenzten Verkehrsraumes erst das Verfahren der bis zu 60 m langen Einzelteile ermöglicht. Eine Marktübersicht soll das Angebot der meist überlangen oder überschweren Fahrzeuge in diesem Segment darstellen.


Im Prinzip lassen sich die branchenspezifischen Transportaufgaben in drei Kategorien einteilen - die sich einfach durch die entsprechenden Komponenten ergeben: Die Turmelemente, das Maschinenhaus (mit oder ohne Nabe) sowie die Rotorblätter. Alle drei genannten Baugruppen bieten alle für sich genommen ihre speziellen Herausforderungen sowohl für den Transport der Einzelteile, als auch bei deren Montage. Ist es bei den stählernen Turmabschnitten der Durchmesser der Bauteile oder das Gewicht der Betonelemente, so verursacht die Gesamtmasse der Gondeln bei den Verantwortlichen Kopfschmerzen. Die Rotorblätter bringen die Transportfachleute inzwischen durch ihre Länge zum Schwitzen, wobei die Hersteller der Blätter mittlerweile auch schon auf geteilte Konstruktionen übergehen.

Konstruktives Dreieck

Natürlich stehen die jeweiligen Fahrzeughersteller in engem Kontakt zu den Transportunternehmen bzw. Herstellern der WKA-Komponenten. In enger Abstimmung entstehen so maßgeschneiderte Konzepte, die in erster Linie einen sicheren und letztendlich auch wirtschaftlichen Transport der Einheiten gewährleisten sollen. Wirtschaftlich heißt dabei durchaus auch flexible Nutzung - was sich angesichts der zahlreichen Sonderkonstruktionen mit auf spezielle Bauteile abgestimmten Fahrzeugmaßen nicht immer erreichen läßt. Ein Beispiel: Mittels spezifischer Adapter werden selbsttragende Turmelemente selbst zu einem Teil der Auflieger oder Schwerlastkombinationen. Um den Handlingaufwand zu verringern, haben Unternehmen für Maschinenhäuser Rahmen entwickelt, die gleichzeitig von der Fertigung, aber auch vom Transportunternehmen genutzt werden können - die Aufnahme beim Transport erfolgt ebenfalls über maßgeschneiderte Adapter.

Das vielfältige und zumeist aber auch individuelle Programm der wichtigsten Hersteller soll im Folgenden dargestellt werden. Da die Konzepte zumeist spezifischen Vorgaben bei Maßen und Gewichten folgen, ist keine standardisierte Darstellung möglich. Eine kurze Beschreibung der jeweiligen Angebotsschwerpunkte, die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben können, soll einen ersten Eindruck vom Leistungsvermögen der Anbieter ermöglichen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Windkrafttechnik und damit auch verbundene Fahrzeugtechnik können dabei immer nur eine Momentaufnahme darstellen. Welchen Umfang die Bemühungen der Industrie inzwischen einnehmen, machte nicht zuletzt die vergangene bauma deutlich, die nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ einen weiteren Schritt hin zu umfassenden Konzepten bedeutete - maximale Sicherheit gepaart mit maximaler Wirtschaftlichkeit.






Weitere Artikel zum Thema Transportfahrzeuge

zurück nach oben
 
Tagesaktuell

Anmeldung

Im K&H-Club registrieren! Passwort vergessen?