20.07.2011

KIT-Wissenschaftler testen

Foto: Martin Lober

Im Dienste der Wissenschaft

Arbeitsgeräte leisten Schwerstarbeit: so stellen sie besondere Herausforderungen an Antriebstechnik und Steuerungskonzepte. Daher stehen sie im Fokus der Forschung am Stiftungslehrstuhl für Mobile Arbeits-maschinen des Instituts für Fahrzeugsystemtechnik (FAST) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).


Den Wissenschaftlern steht hierfür ein moderner Akustikallradrollenprüfstand zur Verfügung. An der Versuchsanlage, die Fahrzeuge mit einem Leergewicht von bis zu 40 t aufnehmen kann, untersuchen die Ingenieure unter anderem Leistung und Funktion sowie Außen- und Innengeräusche von mobilen Arbeitsmaschinen und Nutzfahrzeugen. Gleichzeitig spielen, genau wie bei Pkw, die Aspekte Sicherheit, Energieeffizienz, Benutzerfreundlichkeit und Kosteneinsparung eine große Rolle.

"Mobile Arbeitsmaschinen unterscheiden sich von Pkw aber vor allem durch ihre Arbeitsantriebe, die je nach Anwendung eine unterschiedlich große Bedeutung haben", sagt Professor Marcus Geimer, der den Stiftungslehrstuhl am FAST inne hat. „In einem Mähdrescher fließen beispielsweise 80 Prozent der Motorleistung in den Ernteprozess, nur etwa 20 Prozent der Leistung werden zum Fahren benötigt."

Noch seien die Antriebe für das Fahren und Arbeiten in diesen Fahrzeugen getrennt. Da sich aus beiden Antrieben Energie zurückgewinnen lasse, biete eine Zusammenführung große Vorteile. Auf dem Prüfstand sind Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern sowie Zugkräfte von bis zu elf Tonnen je Rad möglich.





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