25.09.2009

Antriebstechnik

Mobile Anwendungen

Um Maschinenfunktionen mit hydraulischen Stellantrieben gezielt über eine Fernbetätigung auf unterschiedliche Positionen einzustellen, wurden in den letzten Jahren elektrohydraulische Lösungen vorgeschlagen. Alphafluid hat hierzu eine elektrohydraulisch, proportional ansteuerbare Verstelleinheit entwickelt, die aus einem Differentialzylinder und einem 3/2-Regelventil besteht.

Die Ringkolbenfläche wird ständig mit dem Arbeitsdruck beaufschlagt und der Druck der Kolbenbodenseite wird über das 3/2-Regelventil nach dem Kraftvergleichsprinzip geregelt. Eine Kraft-Rückführfeder ist mit dem Regelschieber des 3/2-Regelventiles in Wirkverbindung, die Stellkraft wird über einen Proportionalmagneten vorgegeben. Der Istwert der Kolbenstangenposition wird durch Kraftvergleich zwischen Rückführfeder und aktueller Magnetkraft, mechanisch-hydraulisch ausgeregelt. Damit ist die gesamte Problematik der elektrischen Wegerfassung, Signalverarbeitung und elektronischer Regelung nicht mehr relevant. Der Einsatz eines elektrohydraulischen Linearantriebs ist erst durch diese Bauart einer Lineareinheit in mobilen Arbeitsmaschinen sinnvoll und ermöglicht den Vorteil der proportionalen Verstellung von Zylinderantrieben auch in diesen Anwendungen vorteilhaft zu nutzen. Auf der vergangenen Bauma und der Agritechnica 2007 konnte an einem Radlader-Modell die Funktion die beschriebene Lineareinheit und die "Standard-Version" (Zylinder und Wegeventil) im Vergleich getestet werden.

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